Komposthaufen

Ich selber habe keinen sehr großen Garten und daher habe ich keinen eigenen Komposthaufen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es aber richtige Gurus, die die Kompostierung perfektioniert haben. Der Komposthaufen hat im ländlichen Bereich nach wie vor eine sehr wichtige Bedeutung. Wenn ihr wisst wie es geht, dann könnt ihr aus euren Bioabfällen euren eigenen Dünger erzeugen. Das Gefühl der Kreislaufwirtschaft im eigenen Garten, ist schon etwas ganz besonderes. Im Winter rastet der Komposthaufen nicht aus, sondern die Abbauprozesse brauchen länger.

Kälte und Nässe erschweren die Betreuungsarbeiten, es ist aber trotzdem wichtig, dass die biogenen Abfälle auch im Winter nicht in die Restmülltonne geworfen werden.

Strukturmaterial bereithalten

Während des Spätherbstes, vor allem aber im Winter, fällt im Haushalt und Garten kaum grobes, trockenes Material an. Dieses ist jedoch zur sachgemäßen Kompostierung unbedingt erforderlich. Die vorrangig anfallenden Küchenabfälle stinken zwar im Winter aufgrund der tiefen Temperaturen nicht, allerdings platzen beim Gefrieren die Zellen des organischen Materials, und beim Auftauen bildet sich dann
eine faulende Masse, die zu Geruchsbelästigungen führen kann.
Daher ist es wichtig, Strukturmaterial (zerkleinerter Baum- und Strauchschnitt, Stroh) für den Winter bereitzuhalten, um es dann unter die feuchten Küchenabfälle mischen zu können. Meine Freunde heben dafür die Gartenabfälle vom Herbst in einem extra Gartensack auf und mengen dieses Material laufend unter die Küchenabfälle.

Ausreichender Schutz vor Vernässung

Schützt den Komposthaufen vor Regen und Schnee, indem ihr ihn mit einem Jutesack, einem Kompostvlies, einer Mulchfolie etc. abdeckt. Auf keinen Fall darf eine luftdichte Abdeckung (z.B. Plastikfolie) erfolgen! Das hätte einen Sauerstoffschwund zur Folge, der Verfaulung statt Verrottung bewirkt. Außerdem kann die Feuchtigkeit dazu führen, dass wertvolle Nährstoffe aus dem Kompost gewaschen werden und somit verloren gehen. Wann der Komposthaufen abgedeckt werden soll, könnt ihr bei Kraut und Rüben nachlesen.

Zugabe von Holzasche

Holzasche enthält Kalk-, Phosphat- und Kaliumverbindungen, die einem Zuviel an organischen Säuren entgegenwirken. Pro Woche können kleine Mengen an Asche in den Komposthaufen gegeben werden.
Größere Mengen sind nicht nötig, sie schädigen die Kompostwürmer und versalzen den Komposthaufen im wahrsten Sinne des Wortes.
Kohlenasche darf aufgrund hoher Schwermetallgehalte auf gar keinen Fall dem Kompost zugesetzt
werden. Kohlenasche und größere Mengen an Holzasche gehören in die Restmülltonne!! Die richtige Entsorgung der Asche habe ich in dem Artikel Müllverbrennung das Allheilmittel der Unwissenden beschrieben.

Umgraben

Auch im Winter kann der Kompost umgegraben werden. Außer es herrschen frostige Temperaturen. So kommt Sauerstoff an das Material und die Verrottung wird beschleunigt. In dem Saisonkalender von Labau habe ich etwas dazu gefunden. Auch in Mein schöner Garten habe ich etwas dazugefunden.

Fazit

Ist der Garten groß genug, dann spricht nichts gegen einen Komposthaufen. Mit etwas Geduld, gewinnt ihr aus euren Küchen- und Gartenabfällen, Erde, die ihr wiederverwenden könnt. Wenn ihr allerdings keine Geduld dafür habt, so wie ich, schmeißt die Sachen in die Biotonne und die Kompostierung übernehmen andere für euch:)

Zum Thema Kompostierung werden über die Saison hinweg Berichte kommen. Ich habe da schon einen Star im Visier (Insider Witz), eure Trennsetterin

Quelle

Der Komposthaufen, die Umweltberatung

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