5 Kommentare

  • Antwort Manfred Kuzel 11. Februar 2019 at 8:32

    Was jedem vernünftig denkenden Menschen eigentlich klar sein sollte, wird hier noch einmal sehr klar und übersichtlich zusammengefasst. Danke dafür!

  • Antwort Muvimaker 13. Februar 2019 at 13:34

    Sehr guter Artikel – vielen Dank dafür. Fraglich ist allerdings, ob er von den richtigen Leuten gelesen und – zutreffendenfalls – auch verstanden wird…
    Nur so nebenbei: „Russ“ ist auch nach der Rechtschreibreform „Ruß“, Asche wird nicht dünkler sondern dunkler und „… Bewusstsein entwickelt haben, das Trennung Sinn macht“ – hier gehört ein „ss“ gesetzt. Ob etwas Sinn „macht“ oder „ergibt“, darüber kann man diskutieren (deutsches TV lässt grüßen).
    Das ist übrigens meine Lieblingsstelle: „Wird der Biomüll in einer Biogasanlage verarbeitet, dann gehört sie in den Restmüll.“ Wenn ich also meinen Biomüll in der Biogasanlage verarbeite, dann muss sie automatisch in den Restmüll? Wird das mit der Zeit nicht ein wenig teuer?
    Lassen wir das – hier ist nicht der Raum, um Stilblüten zu entdecken. Sie haben sehr gut geschrieben, insbesondere bei Altholz ist es nicht leicht, überhaupt zu erkennen, ob es behandelt ist oder man es wirklich „thermisch entsorgen“ könnte (wie es die politisch korrekten Formulierer immer so gerne bezeichnen).
    Doch was würden Sie wirklich mit einem Nachbarn (noch dazu mit einem bildungsresisteten) tun? Jemanden, mit dem man seit Jahren keinen Kontakt hat, weil er eben stur ist und alles besser weiß. Reden nützt nichts. Anzeigen – das erwähnten Sie bereits – ist auch so eine Sache, denn man möchte ja keinen Krieg.
    Ich kenne Leute die Kunststoff, Gummi, Styropor und ähnliche Problemstoffe einfach verheizen. Soll man sich weiter ärgern oder der Umwelt den Vorrang geben und einfach Anzeige erstatten? Keine leichte Antwort auf diese Art der Gratwanderung…

    • Antwort Trennsetterin 13. Februar 2019 at 13:54

      Hallo. Danke für das Lektorieren:) Bzgl den lieben Nachbarn: Ohne Anzeige, wird sich nichts ändern, die man auch anonym machen kann. Wenn der zuständige Abfallverband informiert wird, könnte der eine Erhebung durchführen. In die Richtung wie groß ist der Behälter, wie viele Leute wohnen darin. Kontrolle der Mülltonne. Auch der Rauchfangkehrer kann hier eine Kontrolle der Asche/des Rauchfanges durchführen. Die Polizei ist mittlerweile sensibilisiert und verfolgt jede Anzeige. Die Situation wird sich nicht verbessern, wenn alle wegschauen und sich ärgern. lg die Trennsetterin

  • Antwort Muvimaker 14. Februar 2019 at 9:02

    Danke für die rasche Reaktion. „Die Situation wird sich nicht verbessern, wenn alle wegschauen und sich ärgern.“ – das möchte ich zu 100 % unterschreiben, doch spinnen wir den Gedanken einmal weiter. Angenommen man zeigt einen Nachbarn anonym an und es kommt zu einem Verfahren (sei es auf Verwaltungsebene oder noch ärger – vor Gericht). Wer würde wirklich riskieren als Zeuge auszusagen, wenn er weiß, dass es sein Nachbar ist, und er neben diesem unter Umständen noch einige Jahre bzw Jahrzehnte auskommen muss? Dazu kommt noch ein ganz negativer Effekt – insbesondere am Land. Egal ob man ich Recht ist oder nicht. Die Leute zeigen mehr oder weniger mit dem Finger auf einen (nach dem Motto: Das ist derjenige, der die gleich wegen jeder Kleinigkeit anzeigt). Ich kann mich noch auf einen Vorfall in meiner Jugend erinnern, dort war es wirklich so (allerdings war der Grund der Anzeige ein anderer – Umweltschutz gab es zwar als Wort, jedoch konnte niemand etwas damit anfangen). Jemand erstattete Anzeige, war im Recht, bekam auch Recht, doch ab diesem Zeitpunkt wurde er gemieden wo es nur geht. Niemand wollte mehr mit ihm reden, fast könnte man von Ächtung sprechen. Eine sehr unangenehme Situation. Falls jemand natürlich sein Sozialverhalten entsprechend verändert und an der Gesellschaft sowieso nicht teilnimmt, könnte ihm dies nur recht sein. Doch die Mehrzahl der Leute ist eben nicht so.
    Sie sehen – es ist nicht leicht, trotz Sensibilisierung. Aber den ersten Schritt zu tun, das ist extrem schwierig, danach läuft es wahrscheinliche ganz normal ab oder die Leute verändern ihr Verhalten, weil sie die Sanktionen fürchten. In größeren Ortschaften oder typischen Ballungsräumen wird das Problem nicht solche Auswirkungen haben, da die Anonymität immer mehr Stellenwert einnimmt, doch davon hat der einfache Dorfbewohner leider nicht sehr viel.
    Vielleicht ein Denkanstoß an alle Unentschlossenen…
    PS: Obwohl vom Thema her nicht hierher gehörend, wäre interessant einmal zu diskutieren, wie man gegen Hundebesitzer und ihren „Lieblingen“ vorgehen könnte, insbesondere solche, deren Schützlinge alles und jeden akustisch attackieren, egal zu welcher Tageszeit und in einem Ausmaß, welches nicht mehr als „ortsüblich“ und tolerierbar angesehen werden kann. Ich werfe nur die Begriffe Verantwortung, Tierschutz, Hundehasser, Shitstorm ein.
    Doch das ist eine andere Geschichte.

hinterlassen sie einen Kommentar